Ninjutsu Training im Tengu Akasha Dojo

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Taguchi Ryu Ninjutsu

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Ninjutsu - die Kunst der Schattenkrieger

Taguchi Ryu Ninjutsu

Die über 900 Jahre alte Kunst der japanischen Schattenkrieger Ninjutsu ist in den 80ern des letzten Jahrhunderts durch viele Filme im Westen bekannt geworden. Aber dass hinter den "Ninja", den schwarz gewandeten Schattenkriegern ein philosphisch-pragmatisches Kampfkunstsystem der höchsten Güte steckt, ist den wenigsten bei uns in Europa bekannt.

(Foto: weiche Ausweichtaktik gegen Faustangriff - gleichzeitig Eingang für weiterführende Techniken)

Unser Körper ist dafür eingerichtet Selbsterhaltung möglich und ständige Bewegung leicht zu machen. Darum liegt der Schwerpunkt zu Beginn des Trainings auf dem Erlernen fundamentaler Basisbewegungen. Durch regelmäßiges Training und gezielte Übungen lösen sich Verspannungen in den Muskeln und ungünstige Körperhaltungen automatisch aus dem Körper heraus und somit wird auch eine entspannte und wachsame mentale Verfassung gefördert.

In einem verantwortlichen Miteinander werden verschiedene Selbstverteidigungssituationen durchgespielt. Hierbei soll der Schwerpunkt auf effektiven und weichen Methoden mit wenig, aber genügend Kraftaufwand basieren. Dazu gehören ausgeklügelte Fallschule-, Stoß-, Schlag-, Hebel- und Wurftechniken. Natürlich werden zu all diesen Bewegungen auch die Gegenbewegungen gelehrt.

Die Bewegungen des Ninjutsu sind so aufgebaut, dass sie der ersten psychologischen Grundmotivation eines Menschen entsprechen, nämlich sich von der Gefahrenquelle wegzubewegen. Das Überleben wird nicht dadurch gesichert, dass man lernt sich so geschickt wie möglich zu bewegen, sondern indem man die Umstände vermeidet, die die Lebenskraft und das Leben beeinträchtigt und nur dann die Motivation des Kämpfens entsteht, wenn es unausweichlich ist. Hierfür werden auch geeignete Bewegungen und mentale Übungen gelehrt, die es möglich machen schwierige Situationen zu meistern.

Ninjutsu ist eine ganzheitliche Methode, wo  Kampfkunst, Gesundheit und Bewusstseinserweiterung auf sinnvolle Weise kombiniert werden. Der Schüler lernt alte, unbrauchbare Bewegungen loszulassen und durch neue, sinnvollere zu ersetzen. Hierin liegt die Möglichkeit beim Ninjutsu Erfahrungen zu machen, die über das Körpertraining hinausgehen.

Gymnastik Jûnan Taisô

Hier handelt es sich um Trainingskonzepte, wo die Basis für die waffenlose Selbstverteidigung geschaffen wird. Die Bewegungen sehen teilweise wie Schlag- und Stoßtechniken aus, in Wirklichkeit handelt es sich aber um Bewegungen, bei denen Muskeln gestärkt, gelockert und gedehnt werden. Stand- und Atemübungen haben zum Ziel, die eigene Mitte zu finden, um sich im Training und im Alltag noch natürlicher bewegen zu können.

Fallschule, Rollen und Sprungübungen -  Taihenjutsu

Fallschule

Taihenjutsu besteht aus den Wortkomponenten taihen = heftig und jutsu = Kunst/Handwerk. Es geht hier also darum, sich auch in ungemütlichen Situationen wie etwa beim Sturz vom Fahrrad o.ä. so zu bewegen, dass der Körper so weit es möglich ist, geschont wird.

(Foto: Großmeister Taguchi sitzt in Seiza; er rollt setlich mit dem Stock; er steht auf, um weiter in Aktion zu treten)

Zuerst wird auf weichen Matten direkt am Boden und später aus dem Stand und aus der Bewegung heraus trainiert. Erst später, wenn die Basis gut beherrscht wird, kann man dann auch auf Wiesen und Asphalt trainieren.

Als ich selber Taihenjutsu erlernte, tat ich mich zunächst schwer, da ich aufgrund eines Ski-Unfalls höllische Angst vor dem Fallen hatte. Dank der genialen Unterrichtsmethode von Taguchi-Sensei, konnte ich diese Angst schließlich überwinden. Zunächst für mich selber, habe ich eine Taihenjutsu Übungsmethode entwickelt, die später von Meister Taguchi-Sensei anerkannt wurde. Darin sind die genialen Fallübungen von Taguchi-Sensei integriert. Es ist auch eine Art von Gymnastik, die aber schwerpunktmäßig die Schüler befähigt, ohne sich zu verletzen, geschickt zu flüchten. Es werden nicht nur Rollen und Sprünge geübt, sondern auch Übungen gelehrt, die den Rücken stärken und die es ermöglichen, sich auch auf hartem Boden schmerzfrei bewegen zu können.

Waffenloses Ninjutsu - Taijutsu

Taguchi Ryu Ninjutsu

(Foto: Mark Hosak führt einen Doppelhebel vor)

Hier kommt es zur Anwendung von Gymnastik und Fallschule. Der Schwerpunkt liegt darin, den Körper und Geist zu befähigen, auch in Kampfsituationen sich noch immer natürlich zu bewegen. Die Fähigkeit der Selbstverteidigung ist hier ein Nebeneffekt.

Im Taijutsu gibt es zwei grundlegende Richtungen, die beide gleichermaßen wichtig sind, wobei die einen eher auf eine und die anderen eher auf das andere spezialisiert sind:

Daken Taijutsu

Dies ist eine Form des waffenlosen Ninjutsu, wo hauptsächlich Schlag-, Stoß- und Stichtechniken mit bloßen Händen und Füßen angewandt werden. Das ist in verschiedenen Variationen mit vielseitigen Schritt- und Bewegungsabfolgen möglich. Zu Beginn werden festgelegte Abfolgen geübt und später wird es dann immer freier. Hierzu zählt auch das sogenannte Koppô Jutsu "Die Kunst des Knochenbrechens".  

Jutai Jutsu
Im Jutai Jutsu wird überwiegend mit sogenannten sanften Mitteln gearbeit, wobei das Ergebnis für den Gegner im Ernstfall weniger sanft ist. Dazu gehören einfache und raffinierte Hebel, Würfe und Verknotungen.
Von Schlag- und Stoßtechniken wird weitgehend Abstand genommen. Es wird sogar empfohlen, keine Faust zu machen. Die Hände bleiben immer offen. Das fördert die Flexibilität und Reaktion für das Greifen von Fingern oder Kleidungstücken. Der einzige, der eine Faust macht, ist der Angreifer, da einer immer den „Dummen“ spielen muss ;-).
Wird die Bewegung im Bild links weitergeführt, so legt man nun den angewinkelten Arm des Partners auf den eigenen linken Arm. Streckt man oder rührt sich der Partner, so wird der Hebel automatisch angezogen. Mit der anderen freien Hand kann man nun etwas anderes tun - ein Spezialgebiet im Jutaijutsu (weiches waffenloses Ninjutsu).

Trainingsaufbau - Ninjutsu für Anfänger

Trainieren von Junan Taiso, Taihen Jutsu und Taijutsu. In erster Linie geht es um Basisbewegungen (Kihon Juniho), die einerseits das Bewusstsein für die Körpermitte wecken sollen, anderseits die Muskeln lockern, dehnen und kräftigen. Es wird trainiert, wie der Körper sich in einem 45° Winkel vom Partner fortbewegt. Mit dieser Bewegung ist es möglich sich gegen einfachste Übergriffe, wie Fauststöße oder Fußtritte wirksam zu schützen. Es werden sowohl Einzelübungen als auch Partnerübungen durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf den Partnerübungen.

Die Übungen aus Schritt eins werden nun mit einer Konterbewegung erweitert, so dass ein harmonisches miteinander zwischen den Partnern entsteht. Das Bewegungsspektrum wird mit weiteren Basisbewegungen erweitert. Es wird gelehrt, sich direkt und angemessen in Richtung des Partners zu bewegen. Da diese Bewegungen sehr effektiv sind, wird hier besonders auf ein verantwortliches Miteinander geachtet.

Nach dem Einüben der Basisbewegungen werden einige Schlag- und Hebelkombinationen gezeigt, die die Flexibilität der Schüler fördern sollen. An geeigneter Stelle können hier auch schon einfache Henka- Techniken (Variationen und Weiterführungen) vermittelt werden, was individuell auf die Teilnehmer abgestimmt wird. Während der gesamten Dauer des Trainings wird eine ständige Verbesserung der Koordination vorgenommen, so dass der einzelne sich immer ökonomischer bewegen kann.

Ein weiterer Bereich sind einfache Wahrnehmunsgübungen zur Steigerung der 6 Sinne und Energieübertragungsübungen. Dafür braucht man nicht sonderlich spirituell zu sein. Allein die Offenheit, sich das mal anzuschauen, bringt meist überraschende Ergebnisse.

Trainingsaufbau - Ninjutsu für Fortgeschrittene

Hier werden hauptsächlich fortgeschrittene Variationen (Henka) mit und ohne Waffen trainiert. Frei fließende und ausgeklügelte Bewegungen stehen hier im Vordergrund. Das Training ist sehr flexibel. Alle paar Wochen wird ein neuer Schwerpunkt gesetzt, um spezifische Fähigkeiten genauer einzustudieren. Das ganze wird eingebettet in die Basis und Variationen, um sich immer natürlicher bewegen zu können.
Je nach Fortschritt der Teilnehmer gibt es auch hier etliche Abstufungen. Die Wahrnehmungsübungen werden hier intensiviert. Besonders qualifizierte Schüler können dann auch im Rahmen von Kleingruppen und Privattraining tief in die spirituellen Bereiche des Ninjutsu, wie etwa Heilung, Kuji kiri und weitere Formen der Ninja-Magie einsteigen.

 



Mondphasen

Mond am 03.09.2010
Abnehmende Sichel
Abnehmende Sichel
83 % des Zyklus vorüber
Nächster Neumond:
Mittwoch, 08.09.2010
Nächster Vollmond:
Donnerstag, 23.09.2010